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Vorträge und Seminare

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Je nach Wunsch des Auftraggebers halte ich selber einen Vortrag/ Workshop oder schreibe ein Manuskript (Text) dafür.

Für einen großen Elektrokonzern habe ich beispielsweise den Text für eine Seminarreihe verfasst, der von den Dozenten nur noch vorgelesen werden musste.

Für einen anderen Auftraggeber habe ich zum Beispiel die folgende Festrede formuliert, die in der Veranstaltung vorgetragen wurde.

Hier ein Beispiel für eine Festrede

Meine sehr verehrten Damen und Herren, sehr geehrte Frau Bürgermeisterin, 
 

herzlich willkommen zu unserer Jubiläumsfeier: 50 Jahre Verein der Abrechner für Heil- und Hilfsmittel in Niedersachsen.

Unser Gründungsjahr 1966 war ein spannendes Jahr für die Welt und auch für Deutschland. In China rief  Mao Zedong die Kulturrevolution aus, die in seinem Land gewaltige Veränderungen auslöste. Im Nachbarland Indien wurde mit Indira Gandhi zum ersten Mal eine Frau Ministerpräsidentin und US-Präsident Lyndon B. Johnson befahl die Flächen-Bombardements in Vietnam, die heftige Proteste auslösten. 
 

Eine aufregende Zeit, in der niemand wusste, wie sich unsere Welt weiter entwickeln würde, aber auch eine Zeit des Neuanfangs –  des Bruchs mit der alten Vergangenheit. In dieser Zeit wurde mein verehrter Lehrer, der ehemalige Leiter der Massageabteilung im Peiner Krankenhaus, Herbert Lubiger zum ersten Vorsitzenden unseres Vereins gewählt. Ein mutiger Neuanfang in ungewisser Zeit.

Im gleichen Jahr wurde Ludwig Erhard Nachfolger von Konrad Adenauer als Bundeskanzler und noch im gleichen Jahr löste ihn widerum Kurt-Georg Kiesinger mit der ersten Großen Koalition von CDU/CSU und SPD ab. In der Sowjetunion wurde Leonid Brezhnev Generalsekretär der KPdSU und Frankreich führte seinen ersten oberirdischen Atomversuch im Stillen Ozean durch.

Die Zeiten des Kalten Krieges waren noch nicht vorüber, aber es deuteten sich schon neue Entwicklungen und Verständigungen an. In Holland heiratete Prinzessin Beatrix den deutschen Diplomaten Klaus von Amsberg aus dem niedersächsischen Hitzacker und Heinz Schenk löste Otto Höpfner als Wirt beim Blauen Bock ab.

Unser neu gegründeter Verein fand sein erstes Domizil in der Marienstraße und verfolgte dort das damals noch völlig unbekannte Konzept, Abrechnungen mit den Krankenkassen für Heil- und Hilfsmittel als eigenständige Dienstleistung anzubieten. Das gab es bis dahin noch nicht. Sehr schnell weiteten sich die Geschäfte aus und neue Räume mussten angemietet werden, wieder in einem historischen Gebäude in der Lavesstrasse. 
 

Die strategische Überlegung hinter der Vereinsgründung war die Feststellung, dass ein guter Physiotherapeut nicht automatisch ein guter Verwaltungsspezialist und Abrechner sein muss. Wenn jetzt der Verein den Masseurin und Krankengymnasten die leidige Abrechnerei abnahm, konnten diese sich wieder auf ihr eigentliche Kernkompetenz konzentrieren – die Behandlung von Menschen. Gleiches gilt auch für die Ergotherapie, die Podologie, die Logopädie, für Heilpraktiker, für Ärzte, Krankentransporte, Sanitätshäuser und die Altenpflege.

Ob sich dieses Konzept durchsetzen würde, war damals genauso ungewiss wie die Diskussion um das Frauenwahlrecht in der Schweiz, wo es einige Kantone gab, die sich waghalsig dafür entschieden wie Basel – und andere dagegen, wie der Kanton Zürich.

Eine andere große Streitfrage des Jahres 1966 war das legendäre Fußballtor im Endspiel der Fussball-Weltmeisterschaft: War der Ball über die Linie gerollt, ja oder nein. Am Ende gewann England die Fußballweltmeisterschaft mit 4 zu 2 und in Deutschland wurde der TSV 1860 München zum Fußballmeister mit seinen singenden Torwart Rudi Radenkovic. Seit der wieder in seine jugoslawischer Heimat zurückgekehrt ist, ist es still geworden um den zweiten Münchner Spitzenverein.

Ein aufsteigender Stern dagegen war die erste sanfte Mondlandung mit der US-Raumsonde Surveyor 1 und die Sängerin Andrea Berg wurde geboren. Mit ihr zusammen wurde das Jahr 1966 der geburtenstärkste Jahrgang seit Kriegsende. Wir sprechen seither vom Jahr des Pillenknicks und erleben, dass die Deutschen heute langsam aussterben.

Den Verein der Abrechner ist glücklicherweise ein anderes Schicksal widerfahren. Heute ist die Arni GmbH eine der größten und ältesten Abrechnungs-Einrichtungen in Deutschland und verwaltete für seine Mitglieder und Kunden seit ihrer Gründung weit über zehn Milliarden Euro Einnahmen von den Krankenkassen. Das stetige Wachstum machte auch einen weiteren Umzug in größere Büros nötig – natürlich wieder in ein historisches Gebäude, die Ebelingsche Ville, dem Wohnhaus des Erbauers der Hannoveraner Börse.  Wir sind jetzt unmittelbar in der Innenstadt gelegen, nur wenige Minuten vom Kröpke entfernt. Ideal gelegen für unsere Kunden aus nah und fern. 
 

Die Größe unseres Unternehmens soll sich auch zum Vorteil der insgesamt 1.500 Mitglieder und Kunden auswirken, weshalb immer weitere Dienstleistungen angeboten werden: Seit 2014 ist die ARNI GmbH als Inkassounternehmen zugelassen und unterstützt die Mitglieder und Kunden beim Eintreiben von Privatrechnungen. Seit diesem Jahr gibt es noch ein weiteres Dienstleistungsangebot. Dr. Joachim von Hein, der Moderator des heutigen Abends, steht Ihnen als Personalberater, Ghostwriter und psychologischer Motivator zur Verfügung.  
 

Mich selbst oder mein Team können Sie jederzeit bei kaufmännischen Fragen anrufen und sich beraten lassen, denn das ist unsere Philosophie: Nur wenn es Ihnen gut geht, haben wir eine Existenzberechtigung. Und so lade ich Sie herzlich ein, nutzen Sie unsere statistischen Betriebsvergleiche, die in Deutschland einzigartig sind. Denn keine andere Abrechnungsstelle verfügt über so viele Mandanten und Mitglieder einerseits und eine so lange Erfahrung andererseits.

An dieser Stelle möchte ich allen Mitgliedern und Kunden, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, allen Geschäftspartnern, allen Krankenkassen und allen Lieferanten für ihre Treue, die angenehme Zusammenarbeit und den gemeinsamen Erfolg bedanken. 50 Jahre Jubiläum sollen zugleich die Hoffnung ausdrücken, dass weiteres erfolgreiche 50 Jahre folgen werden. Denn wir wollen uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen.  Ich wünsche uns allen dazu ein schönes Fest in diesem historischen Alten Rathaus von Hannover